31C3 Hacker Kongress

Chaos Computer Club Kongress den digitalen Wandel im Blick

Mehr als 10.000 zahlende Gäste waren es beim 31. Hackerkongress des Chaos Computer Club im Hamburger CCH Ende 2014, den ich bereits zum dritten Mal fotografiert habe. Und das schöne dabei ist, dass es im Vergleich zu anderen Kongressen und Vortragsveranstaltungen wirklich eine ganz eigene Welt ist. So ein bisschen wie beim Wacken Festival und lustigerweise ist das T-Shirt mit dem Logo des Heavy Metal Festivals hier oft zu sehen. Ein Flaschenpostsystem mit Staubsaugerantrieb, eine riesige Blase als Diskozelt und ein beleuchteter Gang wie im Raumschiff, der 31C3 war auch optisch wieder interessant.

Wer hier hier nur komische Nerds erwartet, der liegt allerdings falsch, denn die Teilnehmer des Kongresses widmen sich mit Humor und Ironie dem digitalen Wandel. Das Handys nicht sicher sind und man persönliche Daten nur hochverschlüsselt nicht von Geheimdiensten gelesen werden können, dürfte keinen mehr wundern. Doch in ein unelektrifiziertes Erdloch muss auch keiner ziehen. Aber was mit den eigenen Daten geschieht und was andere damit machen können, darüber sollte jeder Bescheid wissen.

Persönlichkeitsrechte bei Eventfotografie immer wichtiger

Gerade deswegen sind viele Teilnehmer in Sachen Fotografie auch manchmal  etwas allergisch. Denn in Zeiten digital automatisiert auswertbarer Fotos kann auf Bildern im Netz schnell ermittelt werden, wer darauf zu sehen ist. Abgesehen vom rechtlichen Rahmen ist es für mich allerdings immer eine schlichte Frage des Anstandes vorher zu fragen ob ich fotografieren darf. Und damit bin ich dieses Jahr auch wieder gut gefahren und habe keine Absage bekommen.

Personen müssen vor Veröffentlichung gefragt werden

Grundsätzlich gilt ja, dass man Bilder nur dann veröffentlichen darf, wenn die fotografierten Personen eingewilligt haben. Und davon gibt es nur wenige Ausnahmen. Wenn es sich bei der Veranstaltung um eine öffentliche Versammlung oder einen Aufzug handelt, also einen Karnevalsumzug oder deine Demonstration, muss man niemanden Fragen. Aber auch nur wenn der Charakter der Veranstaltung auf den Bildern gezeigt wird. Nur weil mehrere Personen auf dem Bild sind, gilt da nicht als Kriterium.
Schwierig nachzuweisen ist meist auch das Einverständnis durch konkludentes Handeln, also wenn den Personen klar gewesen sein muss, dass auf der Veranstaltung, dem Kongress oder Event fotografiert wird. Das gilt nur als sicher, wenn die Personen direkt in die Kamera grinsen.
Das so weit in der Kurzfassung, mehr kann man hier bei Rechtambild.de lesen.

Mit respektvollem Umgang kommt man am weitesten

Rein juristisch aus dem Schneider ist man eigentlich nur, wenn man sich schriftlich die Rechte bestätigen lässt, was auf allen Veranstaltungen aber schwierig zu machen sein wird.
Am besten ist das daher, die Fotografierten mit einem Lächeln zu fragen und zu respektieren, wenn jemand nicht auf den Fotos zu sehn sein wird. Und wenn doch einmal Beschwerden kommen, die Bilder einfach zu löschen und aus dem Netz zu nehmen.